Nachhaltiges Wohnen

960 Millionen Tonnen CO2 wurden in Deutschland im Jahr 2010 freigesetzt. Damit liegen wir hierzulande zwar unterhalb der im Kyoto-Protokoll definierten Zielwerte. Trotzdem wurden in 2010 im Vergleich zum Vorjahr 40 Millionen Tonnen (+ 4,3%) mehr CO2 in die Atmosphäre entlassen. Ein Grund hierfür ist der strenge Winter, der zu einem deutlich erhöhten Heizaufkommen geführt hat. Um solche witterungsbedingten Anstiege zu vermeiden beziehungsweise den Energieverbrauch und damit auch den CO2-Anstieg zu reduzieren, gibt es jedoch wirkungsvolle Maßnahmen. Und genau hier ist die Bau- und Wohnungsindustrie gefragt.

Die bauverein AG ist sich dieser Verantwortung bewusst. Mit energetischen Sanierungen sowie mit dem Bau von immer energiesparenderen Gebäuden leistet das Unternehmen schon seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag dazu, dass weniger Heizwärme benötigt und somit weniger CO2 emittiert wird. Denn die bauverein AG achtet schon seit langem darauf, dass bei Großmodernisierungen nicht nur die vom Gesetzgeber geforderten EnEV-Standards erfüllt werden, sondern nach Möglichkeit bereits eine höhere Energiesparkategorie erreicht wird. 11.100 bereits eingesparte Tonnen CO2/ * beweisen, dass wir auf einem guten Weg sind.

Zu den von der bauverein AG realisierten und auch im Hinblick auf CO2-Emissionen äußerst erfolgreichen Projekten zählen die Quartiersumwandlungen in der Holzhofallee / Schepp Allee sowie in der ehemaligen Postsiedlung (beide in Darmstadt). In der Holzhofallee / Schepp Allee konnte beispielsweise trotz einer Verdopplung der Wohnfläche der CO2-Ausstoß von 549 Tonnen/Jahr auf 360 Tonnen/Jahr reduziert werden. Gleichzeitig sank der Primärenergiebedarf von 2.404 kWh/a auf 1.387 kWh/a. Ein beeindruckendes Ergebnis, das beweist, was eine energetische Sanierung zu leisten vermag. Das Schönste ist jedoch: Nicht nur die Umwelt profitiert davon, sondern selbstverständlich auch unsere Mieter. Sie sparen dank dieser Maßnahmen bares Geld.

Wie viel zeigt ein Rechenbeispiel:

  • Ohne energetische Sanierung würden die Mieter in der Holzhofallee / Schepp Allee heute Energiekosten in Höhe von 1,69 € /m2/ Monat zahlen.
  • Dank energetischer Sanierung zahlen die Mieter jedoch heute nur 0,47 €/m2/ Monat.

In knapp zehn Jahren (2020) geht die Schere aufgrund stetig steigender Energiepreise noch weiter auseinander:

  • Ohne energetische Sanierung würden im Jahr 2020 voraussichtlich 3,39 €/m2/ Monat für das Heizen anfallen.
  • Mit energetischer Sanierung liegen die Energiekosten 2020 hochgerechnet bei 0,94 € /m2/Monat.

Fazit: Trotz stetig steigender Energiepreise betragen die Heizkosten in saniertem Zustand in knapp zehn Jahren lediglich die Hälfte dessen, was in unsaniertem Zustand schon heute für das Heizen gezahlt werden müsste.

Eine weitere Möglichkeit, Energie und damit CO2 einzusparen, besteht darin, den Anteil an Passivhäusern zu erhöhen. Die bauverein AG engagiert sich daher verstärkt in diesem Bereich. So wurde 2010 mit WohnArt 3 ein Passivhaus fertig gestellt, bei dem - gegenüber einem Neubau - 90% der Heizkosten eingespart werden. Kompetenz bewies die bauverein AG zudem bei der energetischen Sanierung eines Bürogebäudes nach Passivhausstandard. Diesem Vorzeigeprojekt folgt 2012 die Teilnahme an „Buildtog“. Bei „Buildtog“ handelt es sich um ein von der EU gefördertes Passivhausprojekt, an dem mehrere europäische Länder beteiligt sind. Ziel ist es, einen europäischen Passivhaus-Prototypen zu erarbeiten und so die Barrieren für den Bau von Passivhäusern zu senken. Ein wachsender Anteil an energieneutralen Gebäuden würde sich wiederum positiv auf die CO2-Emissionen auswirken.

*zwischen 2004 und 2010