bauverein AG unterstützt Projekt “Grüne und bewegte Schulhöfe” / 3.000 Euro für die Umgestaltung des Schulhofs der Heinrich-Hoffmann-Schule /

Darmstadt, 11.04.2019 Was macht einen Schulhof attraktiver? Wie lassen sich der Grünanteil und die Aufenthaltsqualität auf schulischen Außenflächen erhöhen? Antworten auf diese Fragen möchte das Projekt „Grüne und bewegte Schulhöfe“ liefern, an dem neben der Heinrich-Hoffmann-Schule als Projektschule auch die TU Darmstadt und die Wissenschaftsstadt Darmstadt beteiligt sind. Die innenstadtnahe Grundschule wurde ausgewählt, weil das im Besitz der bauverein AG befindliche Gelände mit relativ vielen versiegelten, bislang ungenutzten Flächen über ein großes Potenzial verfügt. Bevor nun die Schule in einen Neubau an einem neuen Standort ziehen wird, wollen die Beteiligten das Gelände der jetzigen Heinrich-Hofmann-Schule durch Begrünungsmaßnahmen und mobile Projekte für Spiel, Bewegung und Natur aufwerten.

Begonnen wurde das interdisziplinäre Projekt bereits im Herbst letzten Jahres. Seit Oktober 2018 trafen sich Studentinnen und Studenten der Fachbereiche Architektur und Biologie, um sich unter der Leitung von Dr. Karin Diegelmann und Professor Dr. Martin Knöll (Fachbereich Architektur) sowie Professor Andreas Jürgens und Dr. Christian Storm (Fachbereich Biologie) nach einem Rundgang über das Schulgelände Gedanken darüber zu machen, wie sich die Außenflächen kindgerechter und ökologischer gestalten ließen. Auch die Schülerinnen und Schüler selber waren vorab dazu befragt worden, was sie sich für „ihren“ Schulhof wünschen. Einige der Anregungen flossen später in die Vorschläge der Studierenden ein.

Das Spannende an dem Projekt: Durch den interdisziplinären Gedanken werden gestalterische Lösungen mit Ideen zur Verbesserung der Biodiversität und des Grünanteils vermischt. Dabei konnten die Studierenden dank der Beteiligung der Wissenschaftsstadt Darmstadt wie auch der bauverein AG – beide steuern für die konkrete Umsetzung jeweils 3.000 Euro bei – ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Bedingung war, dass die Vorschläge kostengünstig, im Eigenbau machbar, modulartig und flexibel sein sollten, um sie auch auf andere Schulen übertragen zu können.

Heraus kamen acht Konzepte, die Maßnahmen zur Begrünung, zur Förderung der Diversität sowie ergänzende Spiel- und Bewegungsangebote beinhalten. Die Bandbreite an Ideen reichte dabei von Moos-Graffitis über Blumeninseln, Insektenhotels und Rankgerüste bis hin zu Hochbeeten und Totholzhecken. Das Schöne daran: Fast jede der Maßnahmen leistet auch einen Beitrag zum Thema Biodiversität.

Die Entwürfe wurden am 11. Februar in Anwesenheit von Sozial- und Umweltdezernentin Barbara Akdeniz, der Projektverantwortlichen und eines Vertreters der bauverein AG der Öffentlichkeit präsentiert. Eine Jury wählte schließlich einen Mix aus verschiedenen Maßnahmen aus, die im nächsten Schritt umgesetzt werden sollten.

Mit Einzug des Frühlings beginnt nun die Realisierungsphase. Nachdem vor dem 1. März bereits Hecken zurückgeschnitten worden waren, beginnen freiwillige Helferinnen und Helfer – die Eltern, Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie Studentinnen und Studenten – am heutigen Donnerstag (11.) mit der Umsetzung. Mit von der Partie waren auch bauverein-Vorstand Armin Niedenthal und Sozialdezernentin Barbara Akdeniz, die es sich nicht nehmen ließen, sich vor Ort ein Bild von den ersten Verbesserungsmaßnahmen zu machen. Am morgigen Freitag wird die Maßnahme fortgesetzt. In der Woche nach Pfingsten folgt dann der zweite Projektteil, bei dem Sitz- und Gestaltungselemente im Vordergrund stehen. Dann sollen u.a. Sitzrondelle aufgestellt, und eine Steinmauer errichtet werden.

Umwelt- und Sozialdezernentin Barbara Akdeniz: „Dieses Projekt zur Förderung biologischer Vielfalt veranschaulicht ganz konkret, dass Maßnahmen zur Biodiversität sogar mitten in der Stadt einen geeigneten Platz finden können. Die Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Hoffmann-Schule profitieren von der Umsetzung flexibler Projekte mit Phantasie und Kreativität so wie es dank der Übertragbarkeit der Ideen in Zukunft bestimmt auch die Kinder anderer Schulen tun werden.“ 

„Kinder verbringen einen großen Teil ihrer Zeit in der Schule. Für das Aufwachsen spielt daher nicht nur das Wohnumfeld eine wichtige Rolle, sondern auch der Raum, den die Schule zum praktischen Lernen, Spielen, Toben und Entspannen bietet. Hier wollten wir mit der Unterstützung dieses spannenden Projektes einen wichtigen Beitrag dazu leisten, schulische Freiflächen ansprechender und grüner zu machen“, so Armin Niedenthal, Vorstand der bauverein AG.

uNach Oben