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bauverein AG für die Zukunft gewappnet / Unternehmen schließt Geschäftsjahr 2019 mit einem Jahresüberschuss von knapp 15,5 Mio. EUR ab / Umsatz auf 127,9 Mio. EUR angestiegen / Großprojekt Ludwigshöhviertel

Darmstadt, 24.06.2020 – Kräftige Investitionen in Neubau und Großmodernisierungen, der Startschuss für das Großprojekt Ludwigshöhviertel und die Erweiterung der Geschäftsfelder – die bauverein AG hat das Jahr 2019 genutzt, um sich weiter für die Aufgaben der Zukunft zu rüsten. Denn neben der Schaffung des dringend benötigten zusätzlichen Wohnraums sieht sich das Unternehmen zunehmend als Lebensraummanager, der auch zusätzliche Services bieten will, um die Kundenzufriedenheit zu erhöhen und nachhaltiges und zeitgemäßes Wohnen zu ermöglichen. Die eingeleiteten Maßnahmen sowie die wichtigsten Kennzahlen zeigen: Die bauverein AG ist für die Herausforderungen gut aufgestellt.

15,5 Mio. Jahresüberschuss

Das 155. Geschäftsjahr der bauverein AG schloss das Unternehmen mit einem Jahresüberschuss von knapp 15,5 Mio. EUR ab (2018: 13 Mio. EUR). 8 Mio. EUR werden an die Eigentümer ausgeschüttet, 7,4 Mio. EUR in andere Gewinnrücklagen eingestellt.                                                                                                    

Die Bilanzsumme der AG lag zum Stichtag 31.12.2019 bei 908 Mio. EUR (2018: 856,0 Mio. EUR). Mit 31 % im Konzern sowie 35,4% in der AG weist die bauverein AG nach wie vor eine sehr gute Eigenkapitalquote auf.

Portfolio
Das Portfolio des bauverein-Konzerns* umfasste zum Stichtag 31.12.2019 insgesamt 16.750 Wohnungen (2018: 16.578 Wohnungen). 39,4 % davon sind geförderte Wohnungen. Der Wohnungsbestand der bauverein AG belief sich zum 31.12.2019 auf 11.395 Wohnungen (2018: 11.118 Wohnungen). 47,5 % davon sind gefördert. In Darmstadt verfügt der bauverein-Konzern über 12.761 Wohnungen (2018: 12.557 Wohnungen), davon sind 5.024 geförderte Wohnungen.

* Der Konzernbestand umfasst alle eigenen Bestände der bauverein AG sowie die Bestände der Töchter.

Konversion Ludwigshöhviertel

Bereits Ende 2018 wurde in den Verhandlungen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) der Erwerb der Flächen der ehemaligen Cambrai-Fritsch-Kaserne und der Jefferson-Siedlung geregelt. Damit nahm die bauverein-Tochter BVD New Living GmbH & Co. KG im Auftrag der Stadt Darmstadt das Erstkaufrecht der Stadt wahr und erwarb das 34 Hektar große Gelände Anfang 2019. Seit April des vergangenen Jahres trägt die Siedlung den Namen „Ludwigshöhviertel“.

Im Dezember 2019 haben die Abrissarbeiten der früher militärisch genutzten Gebäude begonnen. Auch bei der Entwicklung des neuen Stadtteils zeigt sich, dass sich die bauverein AG als Lebensraummanager begreift, dessen Aufgaben weit über das Bereitstellen von Wohnraum hinausgehen. Geplant sind 1.400 Wohnungen, in denen einmal über 3000 Menschen leben werden. Dabei stehen für den Wohnungsbau 15 Hektar Fläche zur Verfügung. Große Teile des Geländes sind als Verkehrs-, Biotop, Wald- oder Artenschutzfläche ausgewiesen. Den größten Teil der Wohnbebauung werden Mietwohnungen ausmachen, aber auch Eigentumswohnungen sind vorgesehen. 25 Prozent der neuen Wohnungen sollen gefördert und 20 Prozent für Empfänger mittlerer Einkommen reserviert werden. Neben Wohnungen sollen auch Gemeinschaftseinrichtungen, ein Nahversorger, Gastronomie, eine Schule, eine Kita sowie soziale Angebote zum Quartier gehören.

Zum Projekt gehört auch ein modernes und nachhaltiges Mobilitätskonzept, das unter anderem auch die Verlängerung der Straßenbahnlinie 3 beinhaltet. Diese wird mit zwei zusätzlichen Haltestellen versehen, die innerhalb der Ludwigshöhviertels liegen werden.

„Die Konversion der Lincoln-Siedlung hat gezeigt, dass wir für Großprojekte gut gewappnet sind. Daher sehen wir optimistisch auf die nächste kommende große Aufgabe – die Entwicklung des Ludwigshöhviertels. Wir wollen auch dort ein modernes und zukunftsweisendes Quartier entwickeln. Daher haben Themen wie Nachhaltigkeit, Biodiversität, moderne Energieversorgung und innovative Mobilität einen hohen Stellenwert. Zudem ist das Projekt von enormer Bedeutung für den Darmstädter Wohnungsmarkt“, so Vorstand Armin Niedenthal.   

Großmodernisierungen

2019 wurde zudem weiter intensiv daran gearbeitet, die Bestandsqualität zu verbessern und somit zukunftsfähig zu machen. Zu den herausragenden Projekten gehört dabei weiter die Großmodernisierung der denkmalgeschützten Gebäude im Rhön- und Spessartring. Im vergangenen Jahr wurden dort weitere 107 Wohneinheiten fertiggestellt. Insgesamt sollen bei der 2016 begonnenen Großmodernisierung rund 50 Gebäude modernisiert werden.

Weitere wichtige Projekte waren die Großmodernisierungen in der Liebigstraße, der Kasinostraße und in der Niederstraße/Eichwiesenstraße. In der Liebigstraße wurden 16 Wohneinheiten modernisiert sowie zwei weitere durch Dachausbau neu geschaffen. In der Kasinostraße werden 45 Wohneinheiten und zwei Gewerbeeinheiten modernisiert. Weitere 46 Wohnungen wurden in der Niederstraße/Eichwiesenstraße modernisiert.

Neubauvorhaben 2019

2019 stand aber auch im Zeichen zahlreicher fertiggestellter Neubauvorhaben, die helfen sollen, die Lage auf dem Darmstädter Wohnungsmarkt zu entspannen. Allen voran in der Lincoln-Siedlung, in der 316 Wohnungen fertiggestellt wurden, weitere 146 folgten Anfang des Jahres 2020. Zusätzliche 126 Wohnungen sind derzeit im Bau.

Weitere 16 Wohnungen wurden zudem im Haardtring gebaut. Wichtige laufende Neubauvorhaben gibt es außerdem in der Kurt-Schumacher-Straße (30 Wohnungen), im Mathildenhof (42 Wohnungen durch Aufstockung und Neubau) sowie in der Moltkestraße (131 Wohnungen und eine Kita). 

Planungen 2020

Insgesamt investierte die bauverein AG im vergangenen Jahr über 75 Mio. EUR (2018: 58,7 Mio. EUR) in den Neubau bzw. Ankauf von Wohnungen. In Modernisierungen und Sanierungsmaßnahmen flossen knapp 25,5 Mio. EUR (2018: 19,4 Mio. EUR). 

Im laufenden Jahr rechnet der Teilkonzern mit Aufwendungen für Neubau sowie Ankauf von über 107 Millionen EUR. Instandhaltungsmaßnahmen und Modernisierungen sind mit über 40 Millionen EUR geplant.  

Erweiterung der Geschäftsfelder

Im vergangenen Jahr hat die bauverein AG gemeinsam mit der ENTEGA AG und der ENTEGA Plus GmbH die bauTega GmbH gegründet. Ziel ist es, drei übergeordnete ökologische, soziale und wirtschaftliche Ziele zu erreichen. So soll die Effizienz der Wärmeversorgung in den Immobilien der bauverein AG gesteigert werden – durch standardisierte, zentrale Heizungsanlagen, den Bau von Blockheizkraftwerken, die Installation von Photovoltaik-Anlagen oder die Einbindung neuer Technologien wie etwa Speicher oder Brennstoffzellen. Von dieser Effizienzsteigerung profitieren die Mieter, da der Energiebedarf sinkt und standardisierte Heizungsanlagen dazu beitragen, die Wartungskosten zu verringern. Die bauTega GmbH hat sich in einem ersten Schritt der Wärmelieferung und der Effizienzsteigerung der Heizungsanlagen der Bauvereinsimmobilien gewidmet. Insgesamt werden langfristig ungefähr 500 Heizungsanlagen modernisiert und energetisch optimiert.

„Nachdem wir bereits 2018 mit der System-tec GmbH ein Unternehmen für Messtechnik erworben haben stellt die Gründung der bauTega GmbH eine zusätzliche Erweiterung der Wertschöpfungskette dar. Wir reagieren damit frühzeitig auf Anforderungen der Zukunft. Der Ausbau unseres Dienstleistungsangebots erhöht außerdem die Kundenzufriedenheit, indem Prozesse optimiert werden“, sagt Sybille Wegerich, Vorstand der bauverein AG.

Der Geschäftsbericht 2019 der bauverein AG steht zum Download bereit: www.bauvereinag.de

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