Infoveranstaltung in der „Postsiedlung“ zu neuem Vorhaben im Rahmen der Quartierserneuerung / bauverein AG und „Zusammen in der Postsiedlung e. V." luden gemeinsam ein

Die „Postsiedlung“ hat in den vergangenen Jahren – nicht zuletzt aufgrund der behutsamen schrittweisen Modernisierung von Bestandsgebäuden durch die bauverein AG – ihr Gesicht verändert: Aus der in den 1950er Jahren entstandenen Siedlung ist ein sehr lebendiger urbaner Stadtteil mit hohem Wohnwert und einer engagierten Nachbarschaft geworden.

 

Nun setzt die bauverein AG die 2008 begonnene Quartierserneuerung im Bereich der Moltkestraße 3-19 fort. Da sich die Bausubstanz der Häuser nicht für eine Modernisierung und Aufstockung eignet, sollen die hier befindlichen Bestandsgebäude abgerissen werden, um Platz für Neubauten zu machen. Ein spannendes Projekt, bei dem die bauverein AG eng mit der Initiative „Zusammen in der Postsiedlung e.V.“ zusammenarbeitet.

 

Um zu einem möglichst frühen Zeitpunkt über das Vorhaben zu informieren und die Reise in einen neuen Modernisierungsabschnitt gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Siedlung anzutreten, luden bauverein AG und der in der Quartiersarbeit tätige Verein am vergangenen Samstag (21.) zu einer Informationsveranstaltung in den Quartierstreff in der Binger Straße 8b ein.

 

Insgesamt nahmen an dem Tag etwa 25 Bewohner das Angebot wahr und fanden sich ab 14 Uhr in dem Quartiersladen ein. Dort gab es neben Kaffee und Kuchen Informationen rund um das Projekt. Bernd Bärfacker, Leiter des Bereichs „Bau und Instandhaltung“ der bauverein AG, ging zunächst auf das geplante Vorhaben ein, um dann einen ungefähren zeitlichen Rahmen vorzustellen. So starten zwar demnächst erste Vermessungsarbeiten auf dem Gelände. Der eigentliche Baustart ist aber frühestens für das erste Halbjahr 2019 geplant. Auch der Abriss des bis dahin unbewohnten Gebäudes – da der Abriss schon seit Jahren geplant war, waren nur noch befristete Mietverträge abgeschlossen worden – erfolgt voraussichtlich erst im ersten Quartal 2019.

 

Geplant ist, die fünf Gebäude in der Moltkestraße 3-19 mit bislang 79 Wohnungen abzureißen und durch fünf neue Gebäude zu ersetzen. Diese sollen voraussichtlich neben Wohnungen auch eine Kita sowie kleinere Gewerbeeinheiten beherbergen. Insgesamt verdoppelt sich durch den Neubau die Wohnfläche. Der Wohnungsmix wurde mit dem Wohnungsamt Darmstadt festgelegt. Der Entwurf für das Vorhaben wird noch in 2018 dem Gestaltungsbeirat der Stadt Darmstadt vorgelegt.))

 

Die Pläne der bauverein AG wurden mit viel Interesse aufgenommen, zumal viele Besucher darin eine deutliche Verbesserung der Quartiersinfrastruktur sehen. Darüber hinaus wurde die Veranstaltung genutzt, um in entspannter Atmosphäre Fragen rund um das Projekt zu stellen und Anregungen für das Quartier einzubringen. Anwesend waren Vertreter der bauverein AG aus Vermietung, dem Bereich „Bau und Instandhaltung“ sowie aus dem Sozialmanagement. Die Nachbarschaftsorganisation „Zusammen in der Postsiedlung e.V.“, die freundlicherweise nicht nur die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hatte, war ebenfalls mit Ansprechpartnern vertreten. Das Bauprojekt wird eng von dem Verein begleitet, der hier auch während der gesamten Bauphase als Ansprechpartner für die „Postsiedler“ zur Seite stehen wird.

 

„Seit 2008 sind wir in der Postsiedlung aktiv. Durch die Modernisierung und Aufstockung von Bestandsgebäuden haben wir bereits große Teile der Siedlung zukunftsfähig gemacht. Das Quartier ist bunter geworden und es ist, nicht zuletzt durch den Verein Zusammen in der Postsiedlung eine sehr engagierte Quartiersarbeit entstanden. Auch mit dem aktuellen Projekt möchten wir einen Beitrag leisten, um dieses beliebte Wohnquartier noch ein Stück attraktiver zu machen und hier zusätzlichen Wohnraum für Darmstädter schaffen“, so Armin Niedenthal, Vorstand der bauverein AG.

 

Unser Verein begrüßt die grundsätzlich gute Zusammenarbeit mit der bauverein AG und sieht in der geplanten Baumaßnahme eine große Chance für die Postsiedlung. Zwei Dinge sind uns in diesem Kontext besonders wichtig: Die Interessen der knapp über einem Dutzend Altmieter und die Thematik wegfallender Grünflächen für die facettenreiche Tier- und Pflanzenwelt der Siedlung. Dank der guten Kommunikation zwischen unserem Verein und der bauverein AG sind wir aber zuversichtlich, hier einvernehmliche Lösungen zu finden", so Bastian Ripper, Sprecher von „Zusammen in der Postsiedlung e.V.“

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