Buxbaum-Ensemble soll in neuem Glanz erstrahlen: Sanierung der Gebäude im Spessartring beginnt im Sommer / Mieter wurden bereits informiert

Beinahe 100 Jahre ist es her, dass der Darmstädter Stadtbaurat August Buxbaum das Gebäudeensemble im Spessart- und Rhönring plante – ein Gegenentwurf zum bis dahin vorherrschenden Schlichtwohnungsbau für weniger privilegierte Schichten. Heute gelten die schmucken, zwischen 1921 und 1928 entstandenen und längst unter Ensembleschutz stehenden Gebäude als Beispiel für gelungenen sozialen Wohnungsbau. An der 100 Jahre alten Bausubstanz hat allerdings der Zahn der Zeit genagt: Die alten Holzfensterläden brauchen dringend eine Auffrischung, Türen gehören ausgetauscht und auch die Fassaden benötigen einen neuen Anstrich. Die bauverein AG hat sich daher entschieden, die Gebäude im Spessartring zu modernisieren – in enger Absprache mit dem Denkmalschutz.

Begonnen wird – Mitte Juli 2016 – zunächst mit den Gebäuden im Spessartring. Die Mieter wurden bereits in der vergangenen Woche über die bevorstehenden Arbeiten informiert. Der an den Spessartring anschließende, ebenfalls von Buxbaum entworfene Rhönring soll zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

Den Anfang machen die Gebäude im Spessartring 16 / Alfred-Messel-Weg 2 und im Spessartring 27 / Hohler Weg 26 („Café Gretchen“). Ab der 29. Kalenderwoche (18. Juli 2016) werden sie einer Putzsanierung unterzogen. Sämtliche Fenster werden – so, wie es der Originalentwurf vorsah – wieder in Fenster mit Holzrahmen umgewandelt und Klappläden erneuert. Hierbei gilt es, die aktuellen Brandschutzbestimmungen zu berücksichtigen, was eine enge Abstimmung zwischen Brandschutz- und Denkmalschutzexperten erforderlich macht. Auch werden die Dächer gedämmt. Eine Wärmedämmung an den Fassaden anzubringen, ist aufgrund der Denkmalschutzauflagen nicht möglich. Nach erfolgter Putzsanierung bekommen die Häuser zudem einen neuen Anstrich. Dieser wird mit dem Denkmalschutz abgestimmt. Die Hauseingangsbereiche sollen ebenfalls nach Denkmalschutzaspekten überarbeitet werden. Die Arbeiten an den beiden Gebäuden werden bis Jahresende 2016 abgeschlossen sein. Anschließend, so sieht es die Planung vor, sollen sukzessive alle weiteren Gebäude im Spessartring / Rhönring überarbeitet werden.

„Die Häuser im Rhön- und Spessartring sind architektonische Zeitzeugen. Sie prägen das Straßenbild an der Grenze zum Martinsviertel. In den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erbaut, gehört das Buxbaum-Ensemble zu den ältesten Liegenschaften im Bestand der bauverein AG und auf dieses Erbe sind wir sehr stolz“, so der für den technischen Bereich zuständige Vorstand Armin Niedenthal: „Gemeinsam mit dem Denkmalschutz sind wir nun dabei, die Gebäude behutsam zu modernisieren und zukunftsfähig zu machen.“

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