Startschuss für das Mobilitätsmanagement Lincoln-Siedlung / bauverein AG und Oberbürgermeister stellen ersten Baustein „E-Mobilität“ vor / Mietern der Lincoln-Gebäude stehen ab demnächst drei E-Mobile zur Verfügung

Eine wichtige Säule für die entstehende Siedlung und Teil des innovativen Stadtentwicklungskonzeptes ist das Mobilitätsmanagement für die als autoarmes, grünes Quartier geplante Lincoln-Siedlung. Die Bewohner dort sollen künftig auf ein umfangreiches Mobilitätsangebot zurückgreifen können, das den Umstieg auf nachhaltige Verkehrsmittel erleichtert und einen Privat-Pkw überflüssig machen kann.

Zu den Bausteinen zählen neben einer neuen Haltestelle zur besseren ÖPNV-Anbindung und einem Rad- und Fußverkehrsnetz auch Call-a-Bike und Fahrradvermietstationen, Mietlastenräder und -E-Bikes, ein Car-Sharing-Pool und auch anmietbare Elektroautos (E-Mobile). Erstmalig wird die Umsetzung eines planerischen Konzeptes von Anfang an durch ein aktives, vor Ort vertretenes Mobilitätsmanagement begleitet. Die Beratung von Investoren und Bewohnern in Sachen Mobilität erfolgt durch das Mobilitätsmanagement in der Mobilitätszentrale, die ab Mai zunächst in den Räumen der alten Tankstelle untergebracht ist. Die für das Mobilitätsmanagement zuständige Institution ist dann auch für die Stellplatzvergabe bzw. das zentrale Parkraum-Management zuständig. Die Zahl der Pkw-Stellplätze im Quartier wird deutlich geringer sein, als in anderen.

Als ersten Baustein des Mobilitätskonzeptes stellten bauverein AG und Wissenschaftsstadt Darmstadt am heutigen Mittwoch (24.) das Thema Elektromobilität vor. Oberbürgermeister Jochen Partsch gibt nun mit einer symbolischen Eröffnungsfahrt durch die Siedlung den Startschuss für das zunächst aus drei E-Mobilen des Automobilherstellers Renault bestehende Angebot für Mieter der bauverein-Gebäude auf dem Lincoln-Gelände. Auch der Name der kleinen Flotte steht schon fest: mein lincoln mobil. Das entsprechende Konzept dazu stellte bauverein-Vorstand Armin Niedenthal vor.

Das von der Fa. SOLAR-PARKER entwickelte System des elektrischen Fahrzeugpools, ermöglicht den Mietern der bereits bezogenen bauverein-Wohnungen im Süden der Siedlung ab März, vier Stunden pro Woche die kostenlose Nutzung eines E-Mobil, um z. B. Besorgungen zu erledigen. Monatlich stehen ihnen insgesamt 16 Stunden für eine Nutzung zu. Wer öfter oder länger einen dieser umweltschonenden Pkw benötigt, kann das Fahrzeug natürlich auch länger buchen. Großer Vorteil dieses Konzeptes: Man nutzt den Pkw nur dann, wenn man ihn benötigt und fährt obendrein emissionsfrei! Betrieben wird das Elektroauto nämlich mit Ökostrom, wie er auch in der Zentrale der bauverein AG sowie in allen öffentlichen Bereichen der bauverein-Liegenschaften (Treppenhäuser, Kellerbeleuchtung, Fahrstühle etc.) eingesetzt wird. Nutzer können mit dieser „Bedarfsmobilität" obendrein sparen, denn ein „normales" Fahrzeug schlägt, so schätzen Experten, pro Monat mit Kosten in Höhe von 250 bis 300 Euro zu Buche – selbst dann, wenn es nur selten benutzt wird.

Vorgestellt wird den Mietern der bauverein AG das Konzept im Rahmen einer gesonderten Veranstaltung am 12. März. An diesem Tag können sie sich auch gleich registrieren und zeigen lassen, wie mein lincoln mobil gebucht wird und wie ein E-Mobil funktioniert. Praktisch: Alle Fahrzeuge verfügen über ein Navigationsgerät und sind mit Kindersitzen ausgestattet. Die Betankung der Autos erfolgt an speziellen Ladestationen im Quartier.

Die anderen Module des Mobilitätsmanagements werden der Öffentlichkeit in weiteren Veranstaltungen direkt in der Lincoln-Siedlung präsentiert.

„Die E-Mobilität ist ein wichtiger Baustein im Mobilitätsmanagement und wir freuen uns, unseren Mietern in der Siedlung demnächst mit mein lincoln mobil eine nachhaltige Alternative zum privaten Pkw bieten zu können. Unsere Kunden haben damit den Vorteil, dass sie nur die Mobilität nutzen, die sie auch benötigen", so Armin Niedenthal, Vorstand der bauverein AG und Geschäftsführer der mit der Konversion beauftragten bauverein-Tochter BVD New Living GmbH & Co. KG.

„Flexibel und mobil sein ohne eigenes Auto ist denkbar und praktikabel. Für manche Bewohnerinnen und Bewohner in der Lincoln-Siedlung ist es bestimmt denkbar. Das für die Lincoln-Siedlung geplante und heute mit dem ersten Baustein gestartete mulitmobile-Angebot fördert zwei Entwicklungen, die besonders in Großstädten voranschreiten: Nutzen statt besitzen und Mobilitätsmix aus einer Hand. Nur wer ein Auto braucht beziehungsweise besitzt, zahlt auch dafür", erklärt Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Für das gesamte Quartier wird somit als Pilotprojekt neben der Elektromobilität den Bewohnern ein vielseitiges teilweise innovatives Mobilitätsangebot zu Verfügung stehen, das eine Reduzierung der Stellplätze innerhalb des Quartiers ermöglicht und somit Platz für eine hohe Aufenthaltsqualität schafft", so der Oberbürgermeister abschließend.

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