Wohnensemle Ernst-Ludwig-Park | Anne-Frank-Straße 70-80 und Hannah-Arendt-Weg 63-67

1997 gab es erstmals Pläne, ein damals noch von der US-Army genutztes Gelände am südwestlichen Rand der Wissenschaftsstadt für eine Wohnbebauung umzunutzen. Der auf dem Areal der Ernst-Ludwig-­Kaserne erbaute „Ernst-Ludwig-Park“ stellt damit eines der ersten Konversionsprojekte in Darmstadt dar. Der „Ernst-Ludwig-Park“ schließt an die bereits bestehende, im Zuge des Wiederaufbaus entstandene „Heimstättensiedlung“ an, bricht jedoch mit deren architektonischer Struktur: Wird die Siedlung durch kleine Einfamilienhäuser dominiert, so besteht der Park als modernes Quartier aus einem Mix aus Einfamilien-Reihenhäusern sowie Geschosswohnungen. Mietwohnungen sind hier ebenso zu finden wie Eigentum.

Das von der bauverein AG beauftragte Architekturbüro Eckstein + Weisensee entwarf für das Gelände in der Anne-Frank-Straße 70-80 sowie im Hannah-Arendt-Weg 63-67 eine Gruppe aus fünf Gebäuden mit 48 Wohneinheiten (davon 24 geförderte Wohnungen), von denen einige über drei Vollgeschosse, andere „nur“ über zwei Vollgeschosse sowie ein Staffelgeschoss verfügen. Die auf den ersten Blick recht schnörkellos erscheinende Architektur verzichtet indes nicht auf sorgsam ausgewählte Details, die den Fassaden Kontur geben: Die vorgestellten Balkone der Anlage sind alle mit Lochblech verkleidet, das die Balkone weniger massiv wirken lässt; als Fassadenfarbe wurde ein harmonisches, aus dem mediterranen Raum stammendes Siena gewählt. Auch wird die Fassade durch gläserne Treppenaufgänge unterbrochen, die die horizontale Struktur der Anlage vertikal gliedern. Ganz im Sinne der Quartiersbewohner gedacht ist der von den Architekten geplante, mit Bäumen und Bänken versehene Quartiers­platz, der sich an die Wohngebäude anschließt.

 

Fotos: © Frank Seifert, www.frank-seifert.com

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